Die Nachfolgegeschichten von Dirk Sojka und Lukas Gehner könnten unterschiedlicher nicht sein. Bei Ersterem war es so abenteuerlich und auch betrügerisch, dass er darüber ein Buch geschrieben hat. Letzterer spricht von einer begleiteten, freundschaftlichen Übernahme gemeinsam mit dem Geschäftsführer.

In unserer Talkrunde zur externen Unternehmensnachfolge im Mai dieses Jahres haben zwei Nachfolger berichtet, warum und wie sie ein Unternehmen übernommen haben, anstatt sich durch eine Neugründung selbständig zu machen.  

Dirk Sojka ist seit 2015 Gesellschafter und Geschäftsführer der WWB Tiefbaugesellschaft mbH in Krunkel, Rheinland-Pfalz. Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Deutschen Bank studierte er Wirtschaftswissenschaften an der Universität Siegen, promovierte in Dänemark und Kassel und absolvierte eine Weiterbildung zum Chartered Financial Analyst in den USA.  

Lukas Gehner ist seit 2017 Geschäftsführer der Digitalagentur Vonübermorgen GmbH in Kassel. Er ist Mediengestalter Bild & Ton, hat in Marburg Medienwissenschaften studiert und arbeitet seit etwa 15 Jahren in den Bereichen Fernsehen, Werbung und Kommunikation. 

 

Erste Eindrücke ihrer Nachfolge liefern folgende Antworten der beiden Nachfolger. Weitere Insights gibt es in der Aufzeichnung der Talkrunde darunter. 

 

Dirk, wie kam es bei Dir zur Übernahme des Unternehmens? 

Der Anstoß kam von meinem Bruder. Er ist Bauingenieur und wollte gerne im Tiefbau arbeiten. Ich war bei McKinsey eigentlich glücklich, aber ich war sehr viel unterwegs, was meine Familienplanung erschwerte. Als Selbständiger arbeite ich nun zwar nicht weniger, aber eben selbstbestimmter. Daher haben wir uns – er als der Fachmann und ich als der Kaufmann – dazu entschlossen, ein Unternehmen in dieser Branche zu kaufen. 

 

Und wie war das bei Dir, Lukas? 

Vor etwa zehn Jahren war ich Projektleiter bei einer Fernsehproduktionsfirma und dort verantwortlich für New Media, also das digitale Geschäft. Als wir festgestellt haben, dass wir den Digitalbereich von der Fernsehwelt abkoppeln sollten, haben wir dies durch Neugründung der Vonübermorgen GmbH getan. Der Geschäftsführer Michael blieb hier zunächst mit an Bord. Vor etwa drei Jahren habe ich von ihm alle Anteile abgekauft und bin seitdem alleiniger Geschäftsführer und Inhaber. 

 

Wieso es bei Dirk zu steuerlichen Betrügereien des Vorgängers sowie einem „point of no return“ kam und was Lukas unter der Philosophie „Erst machen, dann aufräumen“ versteht, erzählten sie uns in nachfolgendem Video. Die Talkrunde in voller Länge: 

 

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Bei unseren Best Practices zur externen Unternehmensnachfolge am 8. September 2022 in Wetzlar gemeinsam mit Nachfolgekontor erhaltet ihr weitere wichtige Einblicke. Zum Event.